Die Kernaussage
Eine geplante SELECT-Analyse zeigte unter Semaglutid weniger Ereignisse des kombinierten nierenbezogenen Endpunkts. Das bedeutet nicht, dass sich die Nieren aller Teilnehmenden verbesserten.
Wer wurde untersucht?
SELECT umfasste 17.604 Erwachsene ab 45 Jahren mit Übergewicht oder Adipositas und bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung ohne Diabetes. Die mediane Nachbeobachtung betrug 182 Wochen.
Prozent der Teilnehmenden; kombinierter Endpunkt, nicht allein Nierentod oder Dialyse
Eigene Darstellung auf Grundlage der Studie.
| Gruppe oder Messgröße | Ergebnis |
|---|---|
| Semaglutid 2,4 mg wöchentlich | 1,8 % |
| Placebo | 2,2 % |
Was veränderte sich?
Der kombinierte Endpunkt trat bei 1,8 % unter Semaglutid gegenüber 2,2 % unter Placebo auf– ein Unterschied von 0,4 Prozentpunkten. Er fasste Tod durch Nierenerkrankung, Dialyse oder Transplantation, starke anhaltende Abnahmen der Filtrationsleistung und dauerhaft hohe Eiweißausscheidung im Urin zusammen.
Der Unterschied beruhte hauptsächlich auf den Ergebnissen zur Eiweißausscheidung und Filtrationsleistung. Die selteneren Bestandteile können keine separate Verringerung von Nierentodesfällen oder Dialyse belegen.
Die Nachteile
Unerwünschte Ereignisse führten bei 16,6 % gegenüber 8,2 % zum dauerhaften Behandlungsabbruch, meist Verdauungsbeschwerden. Dies war eine Sekundäranalyse mit relativ wenigen Nierenereignissen und ohne Korrektur für multiples Testen; sie zeigt nicht die Wirkung bei ansonsten gesunden Erwachsenen.
Novo Nordisk finanzierte SELECT. Siehe den SELECT-Hauptüberblick zu den Herzergebnissen.