Die wichtigste Erkenntnis
Weniger Teilnehmende unter Semaglutid überschritten im Bluttest einen Grenzwert im Diabetesbereich. Das ist ermutigend, belegt aber keine dauerhafte Vorbeugung nach dem Absetzen.
Wer wurde untersucht?
SELECT teilte 17.604 Erwachsene ab 45 Jahren mit Übergewicht oder Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankung ohne Diabetes zufällig einer wöchentlichen Behandlung mit Semaglutid 2,4 mg oder Placebo zu.
Anteil der Teilnehmenden in Prozent; eine einzelne Labormessung, keine bestätigte Diagnose
Eigene Grafik auf Grundlage der Studie.
| Gruppe oder Messgröße | Ergebnis |
|---|---|
| Semaglutid 2,4 mg wöchentlich | 1,5 % |
| Placebo | 6,9 % |
Was hat sich verändert?
Bis Woche 156 hatten schätzungsweise 1,5 % gegenüber 6,9 % einen HbA1c von mindestens 6,5 %. Das war ein Laborendpunkt anhand einer einzelnen Messung, keine bestätigte klinische Diagnose.
Der durchschnittliche HbA1c sank zunächst und stieg dann in beiden Gruppen ähnlich allmählich an. Unter Semaglutid blieb er niedriger.
Was bleibt unklar?
Diese sekundäre Analyse untersuchte keine dauerhaften Effekte nach dem Absetzen. Die Vergleiche wurden nicht für Mehrfachtests adjustiert. Auch fehlende Daten und die ausgewählte Population sind zu berücksichtigen. Verbesserte Laborwerte während der Behandlung sind kein Beweis für eine Heilung.
Novo Nordisk finanzierte SELECT. Die Zusammenfassung der SELECT-Hauptstudie behandelt die Ergebnisse zum Herzen und die Nebenwirkungen der Behandlung.