Die kurze Antwort
Diese kleine MRT-Studie zeigte unter Semaglutid weniger Fett in der Oberschenkelmuskulatur. Sie belegte weder einen klaren Unterschied im Muskelvolumen noch eine Verbesserung der Muskelfunktion.
Wer wurde untersucht?
Von 1.407 STEP-UP-Teilnehmenden hatten 55 gültige Ausgangsaufnahmen für diese Analyse. Die Forschenden fassten 49 Personen mit Zuteilung zu 7,2 oder 2,4 mg Semaglutid zusammen und verglichen sie über 72 Wochen mit sechs Personen unter Placebo.
Geschätzter Unterschied; das Konfidenzintervall schließt null ein
Unterschied gegenüber Placebo
−1,1 Liter
95%-Konfidenzintervall
−2,3 bis +0,1 Liter
Teilnehmende
49 Semaglutid; 6 Placebo
Eigene Darstellung auf Grundlage der Studie.
| Gruppe oder Messgröße | Ergebnis |
|---|---|
| Unterschied gegenüber Placebo | −1,1 Liter |
| 95%-Konfidenzintervall | −2,3 bis +0,1 Liter |
| Teilnehmende | 49 Semaglutid; 6 Placebo |
Was veränderte sich?
Gegenüber Placebo war die geschätzte Veränderung des Oberschenkelmuskelvolumens um 1,1 Liter niedriger unter Semaglutid. Das Konfidenzintervall reichte von 2,3 Litern weniger bis 0,1 Liter mehr und schloss damit auch keinen Unterschied ein.
Die Fetteinlagerung in der Oberschenkelmuskulatur sank um 0,92 Prozentpunkte stärker unter Semaglutid. Das misst ein anderes Merkmal als die Muskelgröße.
Beide Gruppen schafften zu Beginn im Mittel 13-mal Aufstehen vom Stuhl in 30 Sekunden und in Woche 72 15-mal.
Die praktische Kernaussage
Muskelgröße, Fett im Muskel und körperliche Leistungsfähigkeit sind getrennte Messgrößen. Mit nur sechs Placeboteilnehmenden sind diese Befunde unsicher. Sie klären nicht, was bei allen Menschen unter Semaglutid mit der Muskulatur geschieht.
Quellen
Hjelmesæth and colleagues, Diabetes, Obesity and Metabolism, 2026.