Die kurze Antwort
Die höhere Studiendosis führte zu mehr durchschnittlicher Gewichtsabnahme, zugleich aber zu mehr Verdauungsbeschwerden und veränderten Hautempfindungen.
Wer nahm teil?
STEP UP teilte 1.407 Erwachsene mit Adipositas ohne Diabetes nach dem Zufallsprinzip wöchentlich 7,2 mg Semaglutid, 2,4 mg oder Placebo zu. Alle Gruppen erhielten 72 Wochen lang Unterstützung bei Lebensstiländerungen. Sean Wharton und Kollegen berichteten 2025 über die von Novo Nordisk finanzierte Studie.
Prozent des Ausgangsgewichts
Eigene Darstellung auf Grundlage der Studie.
| Gruppe oder Messgröße | Ergebnis |
|---|---|
| Semaglutid 7,2 mg | −18,7 % |
| Semaglutid 2,4 mg | −15,6 % |
| Placebo | −3,9 % |
Was veränderte sich?
Die durchschnittliche Gewichtsveränderung in der Treatment-Policy-Analyse betrug:
−18,7 % mit 7,2 mg.
−15,6 % mit 2,4 mg.
−3,9 % mit Placebo.
Der Vorteil der höheren Dosis gegenüber 2,4 mg betrug 3,1 Prozentpunkte, mit einem 95%-Konfidenzintervall von 1,6–4,7 Prozentpunkten. Das sind Gruppenmittelwerte, keine individuellen Vorhersagen.
Welche Nachteile gab es?
Unerwünschte Ereignisse im Magen-Darm-Bereich betrafen jeweils 70,8 %, 61,2 % und 42,8 %. Dysästhesien, also unangenehme veränderte Empfindungen, berichteten 22,9 %, 6,0 % und 0,5 %.
Die praktische Kernaussage
Die Frage ist nicht nur, ob eine höhere Dosis das Gewicht verändert. Auch die Verträglichkeit zählt. Diese Studie untersuchte Menschen ohne Diabetes und bestimmt nicht die beste Dosis für einzelne Personen.
Quellen
Wharton and colleagues, The Lancet Diabetes & Endocrinology.